Nach dem Ausbau der Infrastruktur im Kernbereich des RRX zwischen Köln und Dortmund wird ein bedeutender Umweltfaktor beim RRX eine wichtige Rolle spielen: Lärm. Um diesen zu reduzieren, ist Schallschutz beim Aus- und Umbau der Schienenwege von zentraler Bedeutung.

Im Zuge der Planungen für den RRX ermitteln Schallgutachter die zu erwartende Lärmbelastung, die mit dem Ausbau der Strecke einhergeht. Aus den Untersuchungsergebnissen werden anschließend die erforderlichen Maßnahmen zur Lärmvorsorge abgeleitet. Die Gutachter ermitteln, für jede Situation die optimale Kombination aus aktiven Schallschutzmaßnahmen als Vorschlag für das Eisenbahn-Bundesamt. Können die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte z. B. aus technischen Gründen mit aktiven Schallschutzmaßnahmen nicht eingehalten werden, kommen ergänzend passive Schallschutzmaßnahmen zum Einsatz.

Aktiver Schallschutz

Zum aktiven Schallschutz gehören alle Maßnahmen, die direkt an den Verkehrswegen oder im Ausbreitungsweg ansetzen – zum Beispiel Schallschutzwände oder die Glättung von Schienenoberflächen. Grundsätzlich sind diese Maßnahmen zu bevorzugen, solange sie bautechnisch umsetzbar und die Kosten verhältnismäßig sind.

 

Passiver Schallschutz

Passive Maßnahmen sind dagegen schalltechnische Verbesserungen an Gebäuden. Dazu zählen beispielsweise die Dämmung der Außenwände oder Fassaden genauso wie eine Belüftung, die auch bei geschlossenen Fenstern beziehungsweise im Schlafzimmer für eine ausreichende Sauerstoffversorgung sorgt. Einen Anspruch auf passiven Schallschutz haben Gebäudeeigentümer dann, wenn aktiver Schallschutz nicht ausreicht, um die gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten, oder eine Schallschutzwand aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht errichtet werden kann.

Interesse geweckt? In der Broschüre der DB Netz finden Sie alle relevanten Informationen zum Thema Schallschutz beim Projekt RRX.





Zurück zur Übersicht